Ebooks auf dem Handy lesen


Da ja gerade die Frankfurter Buchmesse läuft, auf der E-Books auch ein heißes Thema sind, passt dieser Artikel ziemlich gut. Ich bin sehr viel unterwegs und muss auf der anderen Seite öfter mal Wartezeiten überbrücken, was ich am liebsten mit einem guten Buch mache. Zwar habe ich auch einen sehr guten Ebook-Reader im A5-Format (Pocketbook 360° E-Book Reader ) aber ein Handy hat man permanent dabei und kann auch mal eben entspannt ein paar Minuten lesen. Hauptproblem ist dabei das Display. Das Display des HTC-Desires ist recht gut, mit den unten beschriebenen Einstellungen ist es gut und entspannt lesbar, allerdings braucht Ihr zwingend ein schattiges Plätzchen. Mein AMOLED-Display versagt kläglich im prallen Sonnenschein, da wird das lesen ziemlich anstrengend.

Welches Dateiformat sollten Ebooks haben?

Ich bevorzuge das EPub-Format. Es bietet viele Vorteile gegenüber dem PDF-Format:

Zum einen kann dieses Format von allen Ebook-Readern gelesen werden. Zum anderen ist dieses Format mit einem dynamischen Layout versehen, so dass man beliebig die Schriftgröße ändern kann und die Zeilenumbrüche werden dann vom Gerät neu gesetzt, so dass man nie nach links oder rechts scrollen muss, um eine komplette Zeile zu lesen. Es gibt auch eine geniale Freeware, um PDF-Dateien ins EPub-Format zu wandeln, zusätzlich kann man damit auch die eigenen Ebook super verwalten, oder auch Nachrichtenfeeds automatisch abholen und nach EPub wandeln lassen und sich diese beispielsweise per Email automatisch zuschicken lassen. Das Programm läuft unter Windows, Linux und Mac und nennt sich Calibre und ist hier erreichbar: Link zur Calibre-Homepage

Zum Lesen verwende ich den Aldiko-Reader. den es kostenlos im Market gibt.

Von dem Reader gibt es auch für 2,99$ eine „Premium“-Version im Markt, die aber nur der Unterstützung des Entwicklers dient, vom Funtionsumfang ist bei der kostenlosen Version nichts anders.

Nach dem Start von Aldiko befindet man sich als erstes im Hauptschirm, der ein Bücherregal Darstellen soll:

im oberen Teil kann man sich mit links und rechts wischen durch die eigenen Bücker scrollen. Wenn Ihr Aldiko zum ersten mal startet ist das Bücherregal natürlich noch leer.

Unter „Bücher herunterladen“ kann man Verbindung über das Netz mit einigen Bücherseiten aufnehmen und dort kostenlose oder kostenpflichtige Ebooks einkaufen und herunterladen.

Leider haben die meisten Seiten nur englische Bücher im Angebot, die deutschen Verlage sind da wohl noch zu träge und sehen noch nicht das riesige Potential, welches in Ebooks steckt.

Wenn Ihr schon Ebooks im Epub-Format habt, oder beispielsweise mit Calibre erzeugt habt, müsst Ihr diese auf die SD-Karte in das Verzeichnis „eBooks/import/“ kopieren. In Aldiko drückt Ihr einfach im Hauptschirm Menütaste und dann „Import“, daraufhin scannt Aldiko diesen Ordner und importiert alle dort vorhandenen Ebooks in die eigene Datenbank, worauf sie im oberen Teil im Bücherregal erscheinen.

Ein Buch öffnet man indem man einfach darauf tippt.

Mittels Menütaste holt man sich das Einstellungsmenü für den Lesebildschirm hoch:

Für maximale Laufzeit und gute Lesbarkeit verwende ich folgende Einstellungen: (auf den Knopf „Einstellungen“ drücken)

  • Haken bei „Nacht-Schema verwenden“
  • unter „Nacht-Schema“ folgende Farben einstellen: Schriftfarbe: antik-weiß, Hintergrundfarbe: schwarz, Linksfarbe: New Tan, Suchresultate: Dunkelgrün
  • bei „Helligkeitssteuerung“ einen Haken bei „linker Rand“ (dazu darf die Helligkeitssteuerung des Handys nicht auf Automatik stehen), mit dieser Option kann man dann die Displayhelligkeit durch hoch- und runtersliden am linken Displayrand einstellen
  • restliche Otionen so lassen

Die Helligkeit habe ich zum Lesen auf einen sehr niedrigen Wert, so dass sich (zumindest mit Amoled-Display) sehr lange Laufzeiten erreichen lassen.

Blättern kann man bei Aldiko einfach durch Sliden von recht nach links oder kurzes Tippen auf den rechten Rand.

Am angenehmsten finde ich das Lesen im Querformat. Schließt man ein Ebook, merkt sich Aldiko die gelesene Seite und beim nächsten Öffnen des Ebooks kann man dort weitermachen, wo man gerade aufgehört hat.




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8 Kommentare zu Ebooks auf dem Handy lesen

  1. avatarorphu sagt:

    Toller Blog! So etwas hab ich gebraucht. Bin schon lange am überlegen welcher Reader es sein soll, da kommt mir dein Tip gerade recht. Auch der Hinweis zum Format inkl. Konvertierungstool -> super!!

  2. avatarBlackBull sagt:

    Echt interessanter Artikel!
    Habe es gleich mal selbst ausprobiert. Und ich muss sagen, dass das Desire auch als E-Book Reader taugt.

  3. avatarcytv sagt:

    Mmmhh, hab ich mal ausprobiert, das mit dem dúnklen Hintergrund ist ansich ne gute Idee, aber mir gefällt das lesen auf weißen Seiten besser.
    Deshalb bleibe ich doch lieber bei PDF Dateien (gibt es unmengen im Netz, und ich brauche nichts konvertieren), und zum lesen nehme ich den RepliGo Reader, der hat auch ne tolle „Reading View“ wo alle Zeilenumbrüche erhalten bleiben und ich nicht nach links oder rechts scrollen brauche, finde ich praktischer und schöner.

    • repligo kostet aber 4$ (was für die software aber keinesfalls zu viel ist), hatte ich immer auf meinem windows mobile pda zum lesen
      und bei aldiko kannst du ja auch die tagansicht verwenden ;o)

      ganz nebenbei verwaltet calibre ja auch deine ebooksammlung, wenn man viele ebooks hat, schon sehr praktisch.

  4. avatarcytv sagt:

    Das mit den 4$ stimmt, ist aber wirklich jeden Cent wert die App. 😉

    Ja das mit dem weißen Hintergrund bei aldiko hatte ich schon gesehen, nur das konvertieren nervt mich da etwas.

    Wie gesagt finde es ja ne tolle Idee, nur bin ich irgendwie mit meiner Lösung glücklicher, naja muß jeder für sich selbst entscheiden.

    Jedenfalls kann man PDF Dateien mit dem RepliGo sehr gut lesen, wie beim Aldiko bleibt die letzte Seite gespeichert, und man kann auch dort weiterlesen, wo man zu letzt war.

    Eine etwas bessere Ordnung hat man aber auf jedenfall mit Aldiko, das muß ich zugeben. 😀

    • wie gesagt, repligo habe ich jahrelang auf einem windows-mobile pda genutzt- Auf die Lösung Calibre-Aldiko bin ich auch nur gekommen, weil ich ja einen „richtigen“ ebookreader habe, der verarbeitet zwar auch pdf, ist aber bei epub deutlich komfortabler und schneller. Und auf die art kann ich gut beide geräte bedienen und verwalten.

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