Wiko Darkfull Smartphone im Test

Weihnachten begann bei mir etwas früher, als der Postbote bei mir klingelte und ein brandneues Smartphone zum testen vorbei brachte. Endlich mal wieder ein neues Telefon ausprobieren, zudem noch von einer Marke, die mir bis Dato gar nichts sagte.

Zuerst habe ich mir mal die Unternehmenswebseite von Wiko zu Gemüte geführt. Wiko ist ein französisches Unternehmen, welches direkt nach Apple und Samsung die Nummer drei auf dem französischen Markt ist und nun nach Deutschland expandiert. Übrigens läuft gerade auf der Facebookseite von Wiko ein Gewinnspiel, bei dem man das Darkfull gewinnen kann.

Die genauen technischen Spezifikationen des Wiko Darkfulls könnt Ihr auf der Wiko-Webseite nachlesen. Die genauen Spezifikationen sind für mich persönlich eher zweitrangig, mich interessiert das Ganze eher im Zusammenhang mit der Alltagstauglichkeit. Was nützen ja auch die tollsten Spezifikationen, wenn sie unbrauchbar sind?

Mein persönlicher Eindruck:

Das Wiko Darkfull kommt mit 5-Zoll Bildschirmgröße daher und kann deshalb gern der neuen Geräteklasse „Phablet“ zugeordnet werden. Die Verpackung ist schick und zweckmäßig und beschränkt sich auf das Nötigste: Das Telefon, Micro-USB-Kabel, Ladegerät, In-Ear-Kopfhörer, Kurzanleitung und ein Werkzeug, um die SIM-Karten-Schublade zu öffnen. Alles zweckmäßig eingepackt, keine Müllorgien, keine Blisterverpackungen, sehr schön!

Lieferumfang Wiko DarkfullWiko Darkfull, Nexus 4, HTC-Desire (von links nach rechts)

Das Display kann mich auf Anhieb begeistern, es hat ein sehr scharfes Bild, mit 1920×1080 Bildpunkten stellt es mein Nexus 4 in Punkto Schärfe noch einmal in den Schatten. Auch im Wiko Darkfull ist ein IPS-Panel eingebaut, die Helligkeit lässt sich sehr hoch regeln, so dass auch bei heller Umgebung alles noch ganz gut ablesbar bleibt. Auch vom Blickwinkel ist alles prima, ich kann nix Auffälliges erkennen. Die Farben wirken kräftig und natürlich, was will man mehr. Das Display wird durch Gorilla-Glas 2 geschützt, dürfte also den meisten gängigen Belastungen ohne bleibende Schäden Standhalten.

Momentan ist da ein fast unmodifiziertes Android 4.2.1 installiert. Den etwas langweiligen Standardlauncher habe ich gegen den Apex-Launcher getauscht. Scrollen. Blättern etc. ist nahezu ruckelfrei, nur ab und an sind kleine Microruckler festzustellen.

Die 3D-Leistung ist Durchschnitt, für die meisten Spiele reicht es, Asphalt 8 Airborne läuft beispielsweise etwas ruckelig, das vorinstallierte Asphalt 7 lässt sich hingegen ganz entspannt zocken. Die Leistung liegt etwas unter der von Mittelklasse-Smartphones des Jahres 2013. Zum Surfen und für Anspruchslose Spiele reicht es mehr als aus, für High-End-Android-Games eher ungeeignet. Das Wiko Darkfull hat zwar eine Quadcore CPU, die mit 1,5 GHz getaktet ist, dem Preis geschuldet ist da aber sicherlich keine aktuelle Highend CPU verbaut.

Das Surfen im Web, das lesen von Blogs ist hingegen ein Genuss, gestochen scharfe Schrift und ausreichend große Darstellung. Das lädt zum Schmökern ein, langweilige Bahnfahrten gehören damit der Vergangenheit an. Apropos Mobilität: Das Smartphone ist sehr flach und mit 163g auch sehr leicht. Die Alurückseite schmeichelt der Hand und lässt das Wiko Darkfull sehr wertig erscheinen.

HSPA+ ist die schnellstmögliche Datenverbindung, in Anbetracht des eher mangelnden LTE-Ausbaus absolut ausreichend.

Sehr überzeugend für mich war während des Test die Akkulaufzeit. Der fest verbaute und nicht wechselbare 2000mAh Akku hat eine ordentliche Performance gezeigt, 2 Tage Laufzeit waren auch bei starker Nutzung kein Problem, sofern das System von Juice-Defender beim Energiesparen unterstützt wurde. Ungepimpt war aber locker ein ganzer Tag mit einer Akkufüllung zu bestreiten.

Darkfull SysteminfoWiko Darkfull 3D Mark Ice Storm UnlimitedWiko Darkfull Batterielaufzeit

Das Wiko Darkfull hat 2GB Ram. Als Flashspeicher sind 16GB verbaut, wobei 4GB für die Installation von Apps vorgesehen sind, 10GB als virtuelle SD-Karte eingebunden sind und der Rest als System und Cache benutzt wird. Leider ist kein SD-Kartenslot verbaut. Aber per USB-OTG lassen sich USB-Stick, Tastatur und anderes problemlos am Darkfull betreiben.

Eine 13 Megapixel-Kamera ist verbaut, die Full-HD-Videos aufnehmen kann, mit einem LED-Blitz ausgestattet ist und wirklich sinnvoll nur bei Sonnenschein einsetzbar ist. Bei schwachem Licht wird ein erwartungsgemäß komplett verrauschtes Bild geliefert. Für Schnappschüsse ausreichend, mehr aber nicht. Das machen auch die netten Bearbeitungsfeatures der Kamerapp nicht wett. Ein Kamerasensor mit 5 Megapixeln bei gleicher Größe hätte wahrscheinlich deutlich überzeugendere Bilder geliefert. Die integrierte Frontkamera mit 5 Megapixeln hat für Selbstportraits und Videotelefonate ebenfalls eine ausreichende Leistung.

Inwiefern Wiko aktualisierte Android-Versionen heraus gibt wird sich zeigen. Leider reiucht die Verbreitung momentan noch nicht für eine eigene Abteilung bei den XDA-Developers und einer Versorgung mit Custom-ROMs. KIT-KAT würde dem Wiko Darkfull sehr gut zu Gesicht stehen, ob das aber jemals kommt, wird sich zeigen.

Alleinstellungsmerkmale:

Das Wiko Darkfull hat zwei SIM-Karteneinschübe für MicroSIM-Karten. Das ist jetzt nix besonderes, aber das Darkfull unterstützt den dualen Betrieb von Telefon der einen Karte und mobilen Daten der anderen Karte. D.h. kann ich dadurch im Urlaub im Ausland beispielsweise eine Prepaid-Karte mit lokaler Datenflatrate zum Surfen nutzen, bin aber gleichzeitig immer noch per Telefon unter meiner deutschen Nummer erreichbar. Das finde ich schon sehr beachtlich, bisher hat es mich genervt immer im Urlaub die Telefonkarten zu wechseln, je nachdem, was man gerade machen will.

Beide Einschübe unterstützen zudem eine Datenverbindung. Ich kann also auch eine private SimKarte und eine dienstliche Karte gleichzeitig einlegen. Je nachdem kann ich dann zwischen privater und dienstlicher Nutzung umschalten, mit beiden Kartenslots ist der volle Funktionsumfang der SIM-Karte nutzbar.

Da ist dann auch noch der Preis. Auf Amazon wird das Wiko Darkfull für unter 345 Euro gehandelt. Das ist schon sehr verführerisch. Das lässt auch die kleinen Abstriche bei der Leistung in einem komplett anderen Licht dastehen und macht dieses Smartphone zu einem echten Geheimtipp.

Fazit:

Das Wiko Darkfull umschmeichelt dank der Alurückseite die Hand. Das Display ist sehr hochwertig und an der oberen Grenze für ein einhändig zu bedienendes Telefon. Die Dual-Sim-Funktion ist sehr nützlich und funktioneller als bei anderen Herstellern, da sich Datenverbindungen bei beiden SIM-Karten nutzen lassen. Die Verarbeitungsqualität insgesamt ist sehr hoch. Bei meinem Modell gibt es keine Spalte, nichts knarzt oder wackelt. Die Akkulaufzeit überzeugt, im Alltagsbetrieb reicht die Ladung über den Tag.

Das mitgelieferte Android ist nur minimal modifiziert und bringt lediglich drei vorinstallierte Spiele mit sich. Die Verpackung ist zweckmäßig und produziert wenig Müll und vermeidet die lästigen Blisterpackungen. Die Ausstattung ist komplett, obwohl ich auf die mitgelieferten Kopfhörer und das Netzteil verzichten könnte, da beides bei mir schon vorhanden.

Preis-Leistungsverhätnis und vorallem die Qualität kann sich sehr sehen lassen.

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22 Kommentare zu Wiko Darkfull Smartphone im Test

  1. Pingback:Wiko Darkmoon Smartphone im Test

  2. avatarPhilipp sagt:

    Bin zufällig auf diesen Beitrag gestoßen… Hatte das Handy auch und war eigentlich recht zufrieden.
    Mittlerweile ist die Größe die hier als „Phablet“ beschrieben wird ja auch fast schon zur Standardgröße geworden.
    Auf was bist du mittlerweile umgestiegen wenn ich fragen darf?

  3. avatarxvideos sagt:

    Nützliche Artikel, danke

  4. avatarMaria sagt:

    Also für das Geld auf jeden Fall ein top Gerät, das – wie du schon gesagt hast – eben auch wirklich top verarbeitet ist. Habe momentan noch mein iPhone 5 und bin sehr zufrieden wird. Wenn es aber irgendwann wieder in Richtung Android gehen sollte, werde ich mir Wiko auf jeden Fall genauer anschauen!

  5. avatarDirk sagt:

    Hallo, mein S2 gibt langsam sein Geist auf. Es hat Streifen auf dem Display. Für das Geld hole ich mir das Wiko Smartphone.

  6. avatarMaria sagt:

    Kommt bald wieder ein Eintrag zu einem neuen Wiko Smartphone ? Der letzte von hier ist leider schon nen Jahr alt …

  7. avatarRichard sagt:

    Habe mir mal den Preis auf Amazon angesehen und dann auch bei Geizhals die Preise studiert. Also für knapp 300€ ist mir das Teil zu teuer. Ist nun ja auch nicht mehr ganz das Jüngste.

    Vom Look und von den Funktionen her ist es ja gar nicht schlecht und würde mir gefallen. Wenn es 50€ – 80€ billiger wäre, dann wäre es eine Überlegung wert.

    Naja, es eilt ja nicht, vielleicht tut sich ja preislich noch was in den nächsten Monaten.

  8. avatarKonrad sagt:

    Ja, ich persönlich finde den Preis auch etwas zu hoch angesetzt. Man braucht heute einfach immer die neueste Technik und wenn sie es nicht ist, sollte der Preis deutlich günstiger sein. Amazon ist da immer eine gute Hilfe.

  9. avatarxvideo sagt:

    Hallo, mein S2 gibt langsam sein Geist auf. Es hat Streifen auf dem Display. Für das Geld hole ich mir das Wiko Smartphone.

  10. avatarFluid sagt:

    Wollte auch auf die Frage von Maria eingehen. Steht mal wieder ein Test an?
    Danke

  11. Sehe gerade, der Kommentar ist von 2013… Dennoch irgendwie immernoch der aktuellste Testbericht zum Thema. Immernoch informativ!

  12. Das Wiki ist schrott. Hier in Asien gibts das gar nicht

  13. avatarChristiam sagt:

    Noch nie wirklich davon gehört – aber durch deinen Testbericht definitiv mal im Kopf geblieben 🙂 Ich werden trotzdem nicht vom iPhone wechseln

  14. avatarStefan sagt:

    Cooler Bericht – auch wenn der schon älter ist, ist der definitiv immer noch sehr informativ.

  15. Ich habe bis jetzt immer nur teure Handys gehabt.Da ich aber immer Pech mit diesen Handys gehabt habe,
    war ich auch begeistert, dass bei einem 240 Euro Handy einige sehr schöne Kriterien von Wiko Darkfull erfüllt werden und noch etliches mehr. Die Abstriche hier sah ich in erster Linie bei Android 4.2.1 (eben nicht mehr aktuell), dem nicht wechselbaren Akku sowie den fehlenden Speicherkartenslot für eine Micro-SD Card.
    Wenn man sich darüber im Klaren ist und man den Umweg über OTG (und USB Stick) nicht scheut, ist letzteres kein Problem. Auch die Androidversion war nach erstem Ausprobieren kein Problem, sie lief flüssig und wirklich viel Unterschied zu teureren Handys mit Adroid 4.3 ist mir nicht aufgefallen.Also ich kann dieses Handy nur weiter empfehlen.

  16. So, nach nunmehr als drei Jahren habe ich mein Wiko Darkfull entsorgt und kann abschließend sagen dass ich für den Preis echt zufrieden war. Inzwischen natürlich auch technisch nicht mehr wirklich aktuell aber für User welche nur Whatsapp etc. nutzen möchten und nicht viel Geld für ein Hany ausgeben möchten sicher eine Option.

  17. avatarMomo sagt:

    Das wird der Ablöser für mein altes S4 🙂

  18. avatarTruhenbank sagt:

    Gut gemacht, ich bleibe trotzdem beim Altbewährten 😉

  19. Seht mir genauso – eigentlich wünscht man sich genau solche Test. Schließlich weiß man dann auch, was man zum Beispiel nicht will 😉

  20. avatarMani sagt:

    Habe das Handy eine Zeit genutzt, und war sehr zufrieden damit!

  21. avatarPutzen sagt:

    Guten Tag,
    das ist auf jeden Fall auch heute noch ein Handy für Leute, welche nur wenig damit machen. Für WhatsApp etc. reicht das noch völlig aus und wenn man keinen Wert auf eine Top Kamera legt ist das auf jeden Fall eine Option.

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