Ein Kurztripp an die amerikanische Westküste

Anfang März reifte der Gedanke von einem Urlaub und da wir schon bei unserem letzten USA Besuch an die Westküste wollten, haben wir uns diesmal dafür entschieden. Die Stationen waren sofort klar: Los Angeles, Las Vegas und San Francisco sollten es sein. Die Planungen starteten am 10.03.2012 und der Flug war auch schnell gefunden, ein Direktflug nach LA am 21.03.2012. Leider habe ich nur bis zum 02.04.2012 Urlaub bekommen und daher konnten wir nur wenige Tage in jeder Stadt bleiben.

Mobiles Internet in den USA

Das mobile Internet in den USA ist eines der am besten ausgebauten Netze der Welt und die Kosten sind im Vergleich zu Deutschland auch eher billig. Das Problem wenn man als Ausländer in die USA fliegt, man bekommt keine Sim-Karte. Ich habe mich daher mal schlau gemacht, wie ich an eine US-Sim-Karte kommen kann.

Mit meinem deutschen Vertrag bin ich bei 1MB schon bei 2,49 € und ich konnte keinen PrePaid Anbieter finden der wirklich viel billiger ist.

Die Wahl viel auf Sim-Bee mit dem Go Red Pocket Paket 2GB für 65,00 €, von welchem ich mir versprochen habe meine Kosten so zu minimieren. Das erneute „Befüllen“ der Sim-Karte ist aber billiger, hier ist eine kleine Gebühr für die Karte mit enthalten.

  • 2GB Datenvolumen in 3G Geschwindigkeit
  • Telefonflatrate innerhalb der USA
  • SMS Flatrate international
  • Flatrate für alle ankommenden Anrufe
  • 200 kostenlose Gesprächsminuten in das EU Festnetz

Nachdem die 200 Gesprächsminuten aufgebraucht sind, kostet jede weitere Minute 10 US Cent. Für Gespräche in das EU Mobilfunknetz werden 20 US Cent/Min. berechnet.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, keine Internetverbindung, hat alles Problemlos geklappt. Es gibt eine Einrichtungs-App, welche unter Anroid 4.0 leider nicht funktioniert und somit alles selbst eingestellt werden muss. Bei meiner Frau und ihrem Desire (LeeDroid) hat es ohne Probleme funktioniert.

Mein Tethering war den kompletten Urlaub an, so war es kein Problem mit dem Tablet und oder dem Handy meiner Frau, im Internet sich zu erkundigen und mit der Heimat in Verbindung zu bleiben. Skypen hat ohne Probleme funktioniert.

Der Flug nach LA

Kurz gesagt einfach eine Katastrophe. Wir hatten wahrscheinlich das älteste Lufthansa Flugzeug was es gibt, es war eine Boeing 747. Die Sitze so eng wie möglich und das schlimmste kein TV im Sitz vor einem, was eigentlich momentan Standard ist. Somit konnten wir nur im Gang im Flugzeug TV schauen und auch nur das was kam.

Manche werden nun sagen, kannst doch lesen oder so, aber dass kann ich im Flugzeug nicht, bekomme ich Kopfschmerzen. Habe ein wenig mit dem Tablet rumgespielt, leider saß ein kleiner Junge neben mir (kein Modern Combat 3 oder Shadowgun).

Los Angeles

In Los Angeles war es immer schön warm, blauer Himmel, Sonnenschein und viel SMOG (das ist kein Nebel im Hintergrund). Leider ist die Stadt nicht ganz so schön, sehr dreckig und viele, viele Obdachlose. Es macht einen wirklich schon sehr nachdenklich dies alles zu sehen. Auf der einen Seite riesige Hochhäuser und teure Autos und gleich daneben komplette Straßen, wo man nicht weiß wo man laufen soll, weil ein Obdachloser neben dem anderem liegt. Dies war leider das Bild, was sich bei mir eingeprägt hat.

Wir haben aber auch viele schöne Dinge in LA unternommen und gesehen (Fotos folgen). Wir waren im Citadel Outled Center und haben kräftig eingekauft, für wenig Geld.

Beverly Hills ist sehr Sehenswert, aber Fotos von Häusern erspare ich mir und euch (haben auch kein gemacht, können wir uns eh nicht leisten).

Am Santa Monica Pear konnten wir bei einem Filmdreh zuschauen, Schauspieler waren mir aber nicht bekannt.Der komplette Pear ist mit Vergnügungspark und Einkaufsmöglichkeiten versehen, falls man nicht weis wohin mit seinem Geld.

Am Venice Beach ist ein Skaterpark, wo richtig was los war. Der Strand ist aber mit dem in Santa Monica aber nicht zu vergleichen, es ist der Strand der Armen. Straßenkünstler stehen dort nebeneinander, spielen Musik und zeichnen sich die Finger wund. Die Einkaufsstraße erinnert einen an einen Türkischen Basar, außer das keine aufdringlich ist.

Hollywood ist eine pulsierende Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten. Allem voran das Hollywood Zeichen und der Walk of Fame, welcher den ganzen Hollywood Boulevard. An dieser Straße ist das Chinese Theater gelegen, in, am und um das Chinese Theater sind die berühmten Fuß und Handabdrücke der Stars. Auf dem Hollywood Boulevard stehen Star Wars Krieger (im Bild zu sehen), Transformer, Iron Man, Spider Man, Super Man und sonst alle Superhelden die man so kennt.

Unser Mietwagen

Wenn ihr einen Mietwagen in den USA braucht, mietet diesen immer aus Deutschland! So habt ihr unbegrenzt Meilen und müsst nicht soviel Steuern und Versicherungen bezahlen. Unter 25 Jahren kommt ein Zuschlag von 25 Dollar am Tag hinzu. Derjenige der fährt, benötigt einen Führerschein und eine Visa-Karte (sonst kann es zu Komplikationen kommen). Gesagt getan und Auto gemietet, einen Mittelklasse Wagen. Als wir nun unser Auto holen wollten, hat uns der nette Chef dieser Autovermietung und Upgrade angeboten, für 60 Dollar Aufpreis, einen Dodge Charger.

Las Vegas

Auf unserem Weg von Los Angeles nach Las Vegas sind wir mit 70 – 80 Meilen in der Stunde auf der Interstate 15 gefahren. Die meiste Zeit gab es dabei auch nichts zu sehen.

Gleich neben Las Vegas ist der Hoover Damm, den wir uns auch angesehen haben. Es ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk und eine Tagesreise Wert, man kann Besichtigungen machen, welche ich aber vorab anmelden würde, wir haben nämlich keine bekommen. Über die Brücke, hinter dem Staudamm, verläuft die Interstate und es besteht die Möglichkeit darüber zu laufen um sich den Staudamm von oben anzusehen. Der weise Rand, auf dem Foto, ist der normale Wasserstand.

Und nach ein wenig Kultur, ging es endlich nach Las Vegas, die Stadt besteht im Prinzip nur aus einer Straße. An dieser sind alle großen und bekannten Hotels gelegen. Unser Zimmer war im Mirage. Um in das Zimmer oder zum Eingang/Ausgang zu gelangen, musste man immer durch das komplette Kasino laufen. Wir haben uns daher mal ein paar andere Hotels angeschaut, die Aufzüge zu den Zimmern waren immer am ende vom Kasino.

Geld gewinnen – Fehlanzeige. Ständig klingelt es um einen, dass bisschen was man gewonnen hat, verliert man auch gleich wieder. Da wir uns aber vorher ein Limit gesetzt hatten, hat sich das alles in Grenzen gehalten. Spaß macht es aber trotzdem und wer dort an Geld denkt, …

Was ich jedem nur Empfehlen kann, sind die Shows. Wir waren im cirque du soleil in der neuen Beatles Show und auch vorm Bellagio und haben uns die Wassershow angesehen.

San Francisco

San Francisco ist das komplette Gegenteil von Los Angeles, es ist kaum dreckig, sehr wenige Obdachlose. Unser Hotel, war genau wie in Los Angeles, in Downtown. Die Stadt San Francisco besteht aus Hügeln, einer neben den anderen, zu Fuß schwer zu erforschen. Wir hatten nur einen 2 Minütigen weg zu den Cabel Cars, welche eine wirkliche Touristenattraktion sind. Dies kann ich sehr gut verstehen, es macht Spaß einfach auf zu springen und wieder runter zu springen.

Wir waren am Pier, welcher unzählige Einkaufs- und Essensmöglichkeiten bietet, von A bis Z bekommt man hier alles geboten. Sogar Seelöwen sind mitten drin, statt nur dabei. Alcatraz konnte man sehen und diverse alte Schiffe. Verbunden wurde der Pier und die Stadt über die Cable Cars. Nicht weit davon kann man sich die Lombard Street anschauen, eine Straße nur aus Kurven.

Die Redwoods durften bei unserer Reise auch nicht fehlen. Wir haben uns eine fahrt durch den Nationalpark mit unserem Auto zugetraut, was sich als eine Abenteuerfahrt herraus stellte. Das nenne ich mal Bäume.

Was natürlich nicht fehlen darf, eine Fahrt über die Golden Gate Bridge und die Oakland Bay Bridge.

Silicon Valley – Google´s Heimat

Natürlich musste ich als Android Fan, wenn ich schon mal in San Francisco bin, auch zu Google fahren. Google hat ein eigenes Viertel und diesem Viertel reihen sich Bürogebäude an Bürogebäude, eines größer als das andere. Wo man hinsieht nur Google.

Android in den USA

Android in den USA ist nochmal was anderes als hier bei uns. An fast jeder Ecke ist eine Werbung und jeder Laden der etwas auf sich hält hat eine eigene App für Android. Navigieren mit Google Maps macht auch etwas mehr Spaß. In den Städten wird man mit aktuellen Bildern beim Navigieren versorgt und in riesigen Kaufhallen ist das verlaufen auch schwer, da man hier auch Navigieren kann.

Wenn man sein Smartphone das erste mal anschaltet, denkt man das es kaputt ist, nur wenn man das erste mal in die USA reist, sonst natürlich nicht. Nach ungefähr 10 Minuten funktionierte mein Nexus aber wieder Tadellos und mit einigen neuen Apps installiert. Google´s Play Store (etwas größer als unserer), Play Music, Play Movies und Wallet.

Play Movies funktionierte bei mir leider nicht, hatte etwas dagegen das mein Gerät gerootet war. Diese App ist dafür da aus dem Google eigenem Filmeshop Filme ausleihen und schauen zu können. Bei Play Music ist es das selbe, eben nur mit Music. Diese beiden Dinge und auch noch ein eigener Büchershop, sind zusammen im Play Store enthalten.

Bei der ersten Anmeldung bei Google Wallet, erhält man einen 10 Dollar Gutschein. Ich habe auch mal Ausschau gehalten, wo überall und ob man überhaupt damit bezahlen kann. Ich muss sagen, ich war überrascht, es gibt in vielen größeren Läden und sogar in Busen die Möglichkeit, damit bezahlen zu können. Leider habe ich dies nicht ausgetestet, der 10 Dollar Gutschein geht nämlich nur, wenn man auch selber erstmal ein paar Dollar drauf packt. Da ich nur ein paar Tage dort im Urlaub war, habe ich das aber mal lieber gelassen, bringt mir ja in Deutschland nichts.

Der Flug nach Frankfurt

Ein Airbus A330 hat uns sicher Heim gebracht und das bequem. Die Maschine war neu und mit allem ausgestattet, TV und Internet. Ich habe mir also auf den Knapp 9 Stunden Flug ein paar Filme angeschaut und bin mehr oder weniger erholt aus dem Flieger gestiegen.

5 thoughts on “Ein Kurztripp an die amerikanische Westküste”

  1. avatar guenther sagt:

    Es gibt in den USA Prepaid SIM Karten ohne Anmeldung von AT&T und T-Mobile. Kosten in Amazon.com um die 2-3 USD. Dort kannst Du dann mit Kredite MByte aufladen.
    Voriges Jahr hab ich mir 1GB um 20USD aufgeladen.

    So was z.bsp.: http://www.amazon.com/T-Mobile-Tmobile-Mobile-Prepaid-Activation/dp/B003X7RY06/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1334401564&sr=8-4

    Die Karte lässt man sich dann einfach in das erste Hotel schicken 😉

    1. avatar goan0900 sagt:

      Hallo

      Danke für den Tip, bei der Telekom habe ich aber nicht gefunden mit kostenlos telefonieren und so. Meine Frau telefoniert gerne, daher musste das mit dabei sein.

      Von der USA ins Ausland zu telefonieren ist immer sehr teuer. Also falls es da auch sowas gibt, bin ich dafür sehr offen.

      Grüße

  2. avatar V200 sagt:

    korrekt… bin auch in san francisco einfach in einen Telefon laden von at+t gegangen, habe dem gesagt das ich ne prepaidkarte will , wurde gleich mal aufgeladen mit 25 Dollar… hat alles zusammen ca 35 Dollar gekostet , mit inet usw… und mein damaliges desire hat er mir auch gleich eingerichtet ( apn und so…)

  3. avatar Merrik sagt:

    Also zum Thema Handy & Co:

    Bei http://www.travelsimple.de/sim-karten/usa-sim-karten bekomme ich meine USA Sim wesentlich günstiger als für 65 Euro…Nächstes Mal vielleicht dort schauen – das Netz ist stabil und die Kosten waren am Ende bei mir echt überschaubar.

    1. avatar Biggy sagt:

      Hallo, travelsimple kann ich nicht empfehlen. Sim-Karte hat nicht funktioniert, weder in New York, Boston usw. Wir haben es mit vers. Handys ausprobiert. Nix. Und jetzt zum Service: Seit einem Jahr versuche ich mein Geld von travelsimple wiederzubekommen. Sim-Karte eingeschickt, auf meine Mails wurde nicht geantwortet. Red Pocket ist laut ihrer Aussage nicht zuständig weil die Sim-Karte ja bei travelsimple gekauft wurde, die verweisen jetzt nach einem Jahr auf den Kundenservice von Red Pocket. Ich solle mich dahin wenden weil sie von denen noch keine Antwort haben. Mein Geld kann ich wohl abschreiben, von den Zusatzkosten will ich nicht reden, ich musste ja meine deutsche Sim-Karte benutzen. Am JFK-Flughafen gibt es einen AT&T Shop, also kann man da gleich eine Sim-Karte kaufen. Ach Antwort habe ich von travelsimple erst erhalten als ich in meiner letzten E-Mail damit drohte mich an den Verbraucherschutz zu wenden. Nie wieder travelsimple.

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